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Autor Thema: Arbeitsbedingungen in Deutschland  (Gelesen 2266 mal)
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chris
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« am: 23. März 2009, 10:00:45 »

"Made in Germany" dafür zahlt man überall auf der Welt gern etwas mehr. Denn "Made in Germany" verspricht Qualität. Daher schätzen wir in Deutschland natürlich selbst auch unsere Produkte. Auch deutsche Dienstleistung, deutsches "Know-How" gilt viel - oder galt viel ?

In den letzten Jahren gab es mehr u. mehr zweifelhafte Vorkomnisse. "Häuslebauer" etwa können nicht mehr so sicher sein, dass ihr Auftrag zu ihrer vollsten Zufriedenheit durchgeführt werden. Grausige Bilder und Geschichten sieht und hört man immer wieder, auf fast allen Fernsehkanälen. Auch deutsche Markenprodukte schwächeln teilweise stark (eigentlich ein Widerspruch in sich - stark schwächeln, doch die "Super Manager" machen es möglich).

Hier werden die deutschen Arbeitsbedingungen thematisiert. Ohne gute Arbeitsbedingungen keine Qualtitätsarbeit, ohne Qualtiät verliert das "Made in Germany" schneller an Glanz als mancher glauben mag.

Wenn ihr also selbst betroffen seid, oder jemand aus eurem Bekanntenkreis, dann schildert uns doch eure Erfahrungen. Nennt schwarze Schafe, aber auch gute Vorbilder, verantwortungsbewusste Chefs und Manager dürfen hier gerne genannt werden. Auch wenn ihr etwas interessantes über die Medien erfahrt, im Web gute Beiträge / Filme / Reportagen findet, könnt ihr diese hier gerne ansprechen und auch verlinken.

Ganz wichtig dabei, stets bei der Wahrheit bleiben, nur belegbare Fakten nennen und schon gar
keine Verunglimpfungen!


Bewahrt andere davor, ähnlich negative Erfahrungen zu sammeln, wie ihr es vielleicht tatet. Gebt wichtige Informationen weiter und sorgt so für mehr Gerechtigkeit. Jeder ehrliche und fleißige Arbeitnehmer bzw. zukünftige Arbeitnehmer wird es euch danken.

Lassen wir uns also Ausbeutung und Lohndumping nicht mehr länger bieten!
Kämpfen wir für gerechte Bezahlung und gerechte Arbeitsbedingungen!


Gruß, Chris
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Nur der ist jung, der mehr Träume als Erinnerungen hat.

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Hofemich
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« Antworten #1 am: 18. April 2009, 23:03:04 »

Bei uns in Österreich ist es auch nicht anders...
Immer mehr Umsatz und billigeres Arbeitspersonal - vorallem jetzt. Die Wirtschaftskrise lässt uns dies noch mehr spüren!
Ich habe mit ein paar Kollegen in einer Kanzlei gearbeitet. Dort wurden billige Arbeitskräfte aufgemuntert höchst qualifizierte Arbeiten zu erledigen und qualifizierte Arbeitskräfte wurden mit einem Stundensatz von über 150 Euro an den Endkunden weiterverrechnet...

Dem treten wir gegenüber mit der Initiative Back2Human. Kurz gesagt es handelt sich um einen Verein wo man(n) qualifiziertes Personal zu fairen Preisen bekommt und das ausschließlich für KMU's (Klein und Mittelbetriebe).
Weiters werden auch Musikevents organisiert. Message: Gegen Gewalt und Ungerechtigkeit auf der Welt, bzw gegen jeden von uns, damit wir uns selbst zurücknehmen, um anderen das Menschein zu ermöglichen. Ganz nach dem Motto Back2Human.

Wer noch näheres dazu in Erfahrung bringen möchte, der kann dies per PM tun. Bitte per PM

lg  Afro
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Moritz
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« Antworten #2 am: 28. April 2009, 11:48:14 »

hey hofemich,

euer konzept gefällt mir echt gut! hoffe eure Vorhaben lassen sich umsetzen! wäre auf jeden fall ein weg in eine gerechtere (Arbeits-) Welt!

Übrigens wie war die Party?  70  60 Wären gern gekommen aber der anfahrtsweg war a bisserl lang! Des nächste Mal dann!

bis dann mo
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Hofemich
Gast
« Antworten #3 am: 26. Mai 2009, 17:28:03 »

huhu...

ja, unser Event war ein voller Erfolg  Afro
Ok, das nächstemal ist diesen Sonntag:) ==> 31.5.09!! Freu mich schon wenn ihr kommt  70

Unser Konzept findet schon sehr viel Anklang, hatten schon einige Erstgespräche und Aufträge stehen auch schon an, werde wenn ich zeit hab ohnehin eien ausführlichen Bericht hier noch posten über unseren verein und geplante Projekte (hoff ich finde mal die Zeit dazu)

lg
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chris
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« Antworten #4 am: 27. Mai 2009, 09:30:06 »

Ja, was ich bisher so mitbekommen habe klang sehr vielversprechend!
Zum 31.05. schaffe ich es nicht nach Oesterreich - ich bin am 01.06.
auf einer Feier in Barcelona - nicht dem spanischen, dem sizilianischen
Barcelona - wer Lust hat ist natuerlich auch dort herzlich eingeladen. Lächelnd

...Aber von Parties mal wieder zurueck zum Thema:

Arbeitsbedingungen in Deutschland / Oesterreich

...diese sind ja nicht immer ein Grund zum Feiern.

Also, wenn ihr etwas ueber eure Arbeitsbedingungen berichten wollt, nur zu!

Gruss, Chris
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chris
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« Antworten #5 am: 19. Dezember 2009, 19:29:55 »

Bremen. Flashmob bei Schlecker: Gut 100 Menschen haben Sonnabendvormittag in einer Gröpelinger-Filiale gegen die Arbeitsbedingungen bei dem Discounter demonstriert. Punkt elf Uhr, auf die Minute genau - und plötzlich ist bei Schlecker in Gröpelingen die Hölle los. Gut 100 Menschen spazieren auf einen Schlag in den Laden hinein, sie tun fast unbeteiligt, sind dann aber sofort dabei, als mit Lautsprecherdurchsagen die eigentliche Aktion beginnt: 'Flashmob', eine Art von spontanem Protest. In diesem Fall geht es um die Arbeitsbedingungen beim Drogerie-Konzern.


Flashmob bei Schlecker XL in Bremen


Der Protest wendet sich gegen eine neue Unternehmensstrategie von Schlecker. Nach Einschätzung der Organisatoren des Flashmobs - ein Bremer Bündnis mit Namen 'Wir zahlen nicht für eure Krise' - will der Konzern den Druck auf seine Beschäftigten weiter erhöhen. Unter der Bezeichnung 'Schlecker XL' würden neue und größere Filialen eröffnet, die kleineren dafür geschlossen.

Einher gehe dies mit der Kündigung vieler Mitarbeiterinnen, denen von Schlecker angeboten werde, in eine eigens gegründete Leiharbeitsfirma zu wechseln - für acht Euro die Stunde statt vorher zwölf. 'Mit diesem arbeitsrechtlichen Trick will das schuldenfreie Unternehmen eine über 30-prozentige Lohnkürzung durchboxen', informiert das Bündnis, dem eigenen Angaben zufolge verschiedene Erwerbsloseninitiativen, Gewerkschafter, Unorganisierte und Vertreter der Linken angehören. Schlecker war Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

'Schlecker XL, Löhne XS', hat eine der Demonstrantinnen auf dem T-Shirt stehen. Sie heißt Antje Treptow, ist 38 Jahre alt und selbst Angestellte bei Schlecker, dort aber durch ihre Betriebsratstätigkeit besser geschützt als die anderen Verkäuferinnen.

'Wenn sich durchsetzt, was Schlecker vorhat, wird es bei den anderen Discountern bald genauso sein', befürchtet die Frau. 'So mir nichts dir nichts werden hier Tarifverträge umgangen.' Wer dann letztlich so wenig verdiene, dass es zum Leben nicht reiche, müsse sich Unterstützung beim Staat holen. 'So saniert sich Schlecker auf Kosten der Allgemeinheit.'

Der Filialleiterin wird es jetzt langsam zu bunt. Sie fährt einen der Sicherheitsleute an. 'Machen Sie was!', sagt sie in barschem Ton, 'wozu sind Sie denn da?' Zaghaft wird daraufhin versucht, die Lautsprecheranlage abzustellen, doch keine Chance, die Menge ist stärker.

Reihum kommen jetzt auch Vertreter anderer Firmen zu Wort. Ein Mann vom Gesamthafenbetriebsverein, der die Entlohnung dort beklagt, ein Angestellter der von Massenentlassungen bedrohten mdexx GmbH und eine Taxifahrerin: 'Manchmal bleiben nach einer Zwölf-Stunden-Schicht nur 30 Euro übrig, wer soll davon leben?'

Eine andere Frau hat sich in einen Eselskostüm gezwängt, in Anspielung an die Bremer Stadtmusikanten. 'Ich habe mich aus dem Süden auf den Weg nach Bremen gemacht, und was finde ich hier vor: Ungerechtigkeit!', spielt die Frau ihre Rolle. 'Wir Stadtmusikanten hatten damals Mut, vielleicht finden diesen Mut jetzt auch andere.'

Quelle: Weser Kurier
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« Antworten #6 am: 09. März 2010, 21:40:04 »

Das Unternehmen "Sandemans New Europe" bietet in mehreren Städten kostenlose Stadtführungen an.
Dieses Angebot erfreut sich größter Beliebtheit bei Touristen. Was diese nicht wissen, die Stadtführer
müssen noch 3 Euro von jedem Touristen an Sandemans abgeben, unabhängig vom erhaltenen Trinkgeld!
Wobei das "Trinkgeld" ja ohnehin noch den einzigen Lohn darstellt. Und manchmal gerniger ausfallen kann.
Somit müssen Stadtführer für manche Touren noch draufzahlen! Quelle: Frontal 21

Gruß, Chris
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