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Autor Thema: Darf man Milität-Klamotten tragen, oder sind sie zu Kriegsverherrlichend?  (Gelesen 3018 mal)
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Georg Beyer
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« Antworten #15 am: 13. März 2009, 18:12:26 »

Also ich habe mir für dieses Jahr eine US-Piloten Fliegerjacke bestellt. Fürs Modellfliegen optimal. Außerdem kann ich da alle meine Patches ran machen
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chris
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« Antworten #16 am: 13. März 2009, 19:10:27 »

hehe, aber du brauchst doch keine Patches mehr, dir ist das Fliegen doch schon ins Blut übergegangen.

Gruß, Chris
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Tauro
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« Antworten #17 am: 14. Juli 2009, 12:25:09 »

Also ich muss sagen dass Menschen in Militärkleidern bei mir einen komischen Eindruck machen. Wenn ich solche Personen im Wald sehe mache ich mir keine Gedanken darüber, da ich die Nützlichkeit der Militärbekleidung durchaus einsehe. Doch in der Schule oder beim Einkaufen  46. Das sind dann eher die Personen, die schnell mal aggresiv werden oder bei denen man irgendwie Angst bekommt dass sie vom falschen Staat sind  39 03.

Bei Georg sehe ich das aber anders. Er kauft die Jacke, bzw. hat sich gekauft, da er an der Fliegerei interessiert ist und da geht es wahrscheinlich eher ums Interesse und weniger ums "cool-sein" oder "stark-wirken".

Gruss tauro

PS: Heute gehe ich auch in den Army Shop um mir Stoff zu kaufen (also solcher zum nähen Zwinkernd ), damit ich mir für meine Objektive Hüllen basteln kann.
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« Antworten #18 am: 16. Juli 2009, 15:46:59 »

Beim Einkaufen oder in der Schule ist es schon ein wenig übertrieben, aber ansonsten sind Tarnklamotten seehr nützlich  Zwinkernd
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chris
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« Antworten #19 am: 16. Juli 2009, 16:39:08 »

Aber gerade in der Schule muss man sich doch tarnen, damit einen die Lehrer nicht beim Schwätzen erwischen. Grinsend

Gruß, Chris
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« Antworten #20 am: 17. Juli 2009, 12:51:26 »

Also mein Favorit ist der hier:

http://www.naturfoto-erras.de/images/tipps/MobilesTarnzelt/IMG_2643.jpg

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« Antworten #21 am: 17. Juli 2009, 16:17:17 »

ich finde zu diesem thema den spruch "kleider machen leute" sehr passend - allerdings in andrer satzstellung Zwinkernd

"leute machen kleider" im sinne von:

es kommt immer ganz drauf an, wer in solchen klamotten steckt und was er damit aussagen möchte.. wie schon erwähnt wurde, im wald machen sie durchaus sinn. eine meiner freundinnen ist zb jägerin. da würden viele direkt  - so wie ich am anfang - "tiermörderin" draus machen. die tatsache, dass sie auf die onkelz steht, machte das kennenlernen nicht einfacher. das fazit beim ersten kaffeetrinken war also "du bist also n rechtsradikales jägerschwein" - und trotzdem wurde sie "mein schatz", weil das eben nur die oberflächlichkeiten sind. sie ist einer der uneigennützigsten menschen, die ich kenne. und besagtes fazit ist unser running gag geworden. eben weil sie ganz und gar nicht rechtsradikal und ganz und gar nicht "tiermordend" ist. im gegenteil, sie hat zwei hiwi-jobs in der wildtierforschung, um das ökosystem wald dauerhaft erhalten zu können..

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Ascaron
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« Antworten #22 am: 17. Juli 2009, 21:06:32 »

Nun, Ich fange im August meine Ausbildung als Metzger an, musste mir solche Bescheuerten Kommentare wie: "Mörder", "Tierschänder/Quäler" usw. alles in der Schule anhören -.-
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« Antworten #23 am: 18. Juli 2009, 05:39:28 »

@Tauro: Wenn du nicht erwähnt hättest, dass es sich um ein Auto handelt, hätte ich es nicht bemerkt - perfekte Tarnung! Grinsend

@Katrina: Ja, Vorurteile sind in so einer Kombination schnell gegeben. Vorurteile sind sogar für unser Gehirn überlebensnotwendig. Würden unser Hirn nicht blitzschnell Dinge kategorisieren und den bisher gesammelten Erfahrungen zuordnen, wir wären nicht handlungsfähig. Jeden neuen Eindruck tagtäglich, Stunde für Stunde, jede Minute, Sekunde genau zu überdenken und abzuwägen - unmöglich. Ein kluger Kopf zeichnet sich dann im Nachhinein dadurch aus, dass er im Stande ist, getätigte Vorurteile mit Abstand noch einmal neu zu überdenken. Selbst- &Reflektiert durchs Leben gehen. Danke für deine kleine Geschichte. (Ich höre übrigens selbst ab und an die Onkelz - nachdem ich sie lange mied, da ich sie für rechtsradikale Musiker hielt.)

@Ascaron: Ein guter Metzger ist kein Tierquäler, im Gegenteil. Gute Fleischer / Metzger wissen, wie sie ein Tierleben möglichst rasch und ohne Leiden beenden. Tierquäler sind - in meinen Augen - eher noch Leute, die täglich "ein halbes Schwein" essen und dabei die billigsten Produkte aus dem Supermarkt. Somit unterstützen sie die grausame Massentierhaltung. Und das ist Tierquälerei!

Gruß, Chris
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« Antworten #24 am: 18. Juli 2009, 10:39:08 »

@ascaron/ chris: sehe das mit dem fleisch ähnlich, ich bin eben ein alles-fresser und damit zum teil carnivor. also esse ich wirklich gerne fleisch, aber nicht täglich. und bei den supermarkt-kühlketten bekomm ich das kalte grauen. das liegt da so steril abgepackt, als hätte es nie gelebt, nur damit sich manche leute kein falsches schlechtes gewissen machen müssen. aber wer fleisch isst, der muss zumindest theoretisch in der lage dazu sein ein tier zu töten. mein onkel hat nen biohof, da streichel ich die schweine und rinder jedesmal. und deren fleisch esse ich dann auch wirklich mit genuss. weil ich weiß, die hatten ein gutes leben und sind ohne qualen gestorben!
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« Antworten #25 am: 01. Juli 2011, 20:21:29 »

Mir ist bewusst, dass hier schon lange niemand mehr gewesen ist, was dieses Thema anbelangt.

Doch zu dazu hätte ich gern einiges gesagt haben wollen.

Auf die Frage, ob man Milität-Klamotten tragen darf oder ob sie zu kriegsverherrlichend sind, kann ich mit Fug & Recht behaupten, dass solche getragen werden dürfen. Die Klamotten an & für sich tun niemanden weh. Schlussfolgernd daraus sind sie nicht kriegsverherrlichend. Ich selbst trage so einiges an diesen Klamotten. Zwar habe ich nicht den ganzen Schrank damit voll, dennoch besitze ich einige Tops & Hosen. Selbst mein kleiner Bruder trägt welche und liebt die Farbe Grün. Und bevor jemand hier gleich denkt, ich oder mein Bruder fänden Krieg herrlich, so möchte ich ganz genau das Gegenteil davon klarstellen wollen. Ich bin mir sehr bewusst, was Krieg bedeutet & auch mein Bruder wurde darüber sehr gut informiert. Ich wiederhole mich gern: Die Klamotten sind es nicht. Denn diese robuste Kleidung hat nicht nur im Krieg Verwendung gehabt, sondern auch für andere Tätigkeiten, wie z.B. Förster u.a.
Sie dürfen getragen werden, selbstversändlich. Waffen gehören dagegen zur Kriegsausrüstung. Dennoch heißt das nicht automatisch gleich, wer Waffen bei sich trägt, sei ein Krieger & dementsprechend ein(e) Gewalttätige(r). Nein, das wären alles Vorurteile & Klischees. Ein guter Freund von mir ist in einem Schützenverein aktiv, was ihn dennoch nicht gleich zu einem Amokläufer macht. Diese Voruteile verbreiten sich sehr schnell, da die meisten nicht den Mut finden, nachzufragen, was dran ist an der Sache. Diskussionen kommen diesbezüglich zu kurz. Kleine Info zur Erläuterung: Militärklamotten oder Waffen machen nicht automatisch aus einem einen Gewalttäter oder einen Amokläufer. Menschen die im Jugendalter zu verhäufter Gewalttat neigen, haben ihre Gründe. Ihnen sollte zugehört werden, anstatt sie zu ignorieren & es gibt Anlaufstellen, wo ihnen Hilfe angeboten werden kann. Doch letztendlich muss derjenige, der zu solchen Taten neigt, es erstens selbst eingestehen & gewillt sein, Hilfe von Außen zu bekommen. Nur so lässt sich etwas ändern. Und ein Amokläufer wird man nicht von heute auf morgen. Das geschieht im Verborgenen & wächst schleichend heran. Leider! Doch auch hier können früh erkannte Verhaltensmuster (in der Kindheit) zu einer Besserung herbeiführen. Frühes erkennen kann dem Betroffenen in brenzligen Situationen eine große Hilfestellung sein, da sie nicht allein gelassen werden, wenn es "brennt".

Zurück zum wesentlichen: Kriegsklamotten tun niemanden weh & dürfen getragen werden.
Jemand, der absichtlich solche Kleidung trägt, um aktiv in der Gewaltszene zu agieren, werden sehr schnell auffällig & somit ist es eher unwahrscheinlich, dass sie solche trendigen Modeklamotten tragen.


Auf ein harmonisches Miteinadner & Liebe Grüße,   toivo

Desertflower 
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« Antworten #26 am: 19. Dezember 2011, 10:22:35 »

Ich möchte auch noch meinen Senf dazu geben. Prinzipiell denke ich, dass Klamotten die Einstellung des Trägers symoblisieren. Dennoch finde ich den Zusammenhang von Militärklamotten und kriegsverherrlichend etwas überzogen. Ich hatte auch so eine Zeit, in der ich das olivgrün total mochte und sogar als Mädchen diese Armee-Rucksäcke getragen habe. Ich hab mir auch sonst Taschen aus ähnlichem Stoff genäht. Heute kann ich die Farbe nicht mehr ersehen und suche mir Stoffe eben nicht mehr aus dem Army-Laden, sondern buntere aus dem Ikea Köln. Das ändert sich eben und ich denke, man sollte das einfach als eine Entwicklungsphase ansehen, wo verschiedene Styles ausprobiert werden. Schließlich ist es in meinen Augen unwahrscheinlich, dass Denken oder Handeln von der Kleidung beeinflusst werden.
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