2010 hat Christian ja noch alleine geplückt - aufgrund zahlreicher anderer Arbeiten auch recht spät, weshalb die Hälfte der Trauben nicht mehr verwertbar waren. Dennoch kamen gut 50 Liter Most zusammen. Gelagert wurden diese noch in fünf Liter Glasbehältern. Je mehr Wein zusammen lagert, desto höher die Fermentation - ergo war es ein schwacher Wein. Dennoch lecker fruchtig und hundert Prozent ökologisch, somit auch garantiert ohne einen dicken Schädel nach dem Genuss.
2011 hatten wir bereits einen weiteren fleißigen Erntehelfer, den Sepp, dieser war extra angereist um einmal in seinem Leben eigenfüßig Most zu stampfen. So machten sich die beiden dieses Mal zeitiger auf den Abenteuer-Weinberg und begannen sogleich fleißig zu pflücken.

Die Reben waren leider noch nicht hochgebunden und dazwischen sieht man noch vertrocknetes Unkraut, doch immerhin hatte Christian von Anfang Mai bis Ende Juni mit einer Hacke den kompletten Weg zwischen den Reben freigehackt.

So kam man schon recht gut an die Trauben, auch wenn sie teilweise noch zwischen Olivenbäumen wuchsen. (Diese Spenden den Weinreben etwas Schatten, was auf Sizilien nicht verkehrt ist.)

Das ist doch mal eine schöne Rebe. Mehr davon!

In der Kiste liegen dagegen noch nicht viele Trauben, wie kommts?

Aha, die Hälfte der Trauben gehen wohl auf dem Weg "verloren"...

Und der andere Pflücker hat nichts besseres zu tun als zu fotografieren...
...das waren aber auch schöne Trauben! :-)

Noch schöner ist höchstens die Aussicht! Man sieht das idyllische Bergdorf Scala di Patti, Tindari, das Meer - und an klareren Tagen auch noch die sieben Äolischen Inseln, sowie bis nach Kalabrien aufs italienische Festland. - Da arbeitet es sich doch gern...

Doch Pausen sind auch wichtig - vor allem wenn man die vollen schweren Kisten als Packesel noch selbst hinunterschleppt.
Die Weintraubenlese war dieses Jahr leider recht mager, da es den ganzen Sommer über nicht einmal geregnet hat. Ein größerer Weinbauer sprach gar von 90 % Verlust. Am Ende des Tages hatten wir dennoch gut vier Kisten voll den Berg herunter zu schleppen, also zu zweit zwei Mal eine Viertelstunde hoch und eine halbe Stunde mit vollen Kisten - hinunter laufen. Immerhin ist der Weg und die Aussicht sehr schön.
Richtig gut gefallen hat dem Sepp auch der nächste Arbeitsschritt - die nächsten stampfenden Arbeitsschritte im wahrsten Sinne: Die Moststampfung. (Infos & Fotos dazu folgen.)














