Tindarys wurde im Jahre 396 v. Chr. von Dionysios I. von Syrakus gegründet. Nach einem Erdbeben im 1. Jahrhundert verschwand ein Teil der Stadt im Meer. 836 wurde Tindari von den Arabern zerstört. 1094 entstand die heutige Siedlung. Während der Sizilianischen Vesper wurde die Stadt von Friedrich II. zerstört. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und von Piraten erneut zerstört.
Heute steht bei Tindari eine Walfahrtskirche. In dieser wird (in einem Innenhof in einer Kapell) die heilige schwarze Madonna, eine kunstvoll geschnitzte alte Holzfigur, aufbewahrt. Für die Sizilianer eine wertvolle Reliquie. Die schwarze Madonna wurde vor langer Zeit vom Meer angespült, da sie schwarz ist geht man davon aus das sie aus Afrika stammt. Vor vielen Jahren soll sie ein Kind vor dem ertrinken gerettet haben, indem sich aus dem Meer eine Hand aus Sand erhob als die Mutter des Kindes sie um Hilfe bat. Zu diesem heiligen Strand kann man von Tindari herabsteigen.Neben der Kirche befinden sich noch zahlreiche Stände die leckere Knabbereien, spezielle sizilianische Süßspeisen sowie Souvenirs verkaufen. Selbstverständlich gibt es auch ein Caffe und einen Biergarten. Der Biergarten befindet sich etwas weiter oben Richtung Ausgrabungsstätte und altem griechsichen Theater. Das Theater läd auch heute noch zu Veranstaltungen ein.
Am Ende des kleinen Marktes steht oft der Stand eines wahren Künstlers. Buccolo Antonio's Meisterwerke sind handgefertikte Unikate. Wenn man ihn fragt, was ihn auszeichnet, was er von Beruf ist, so erhällt man die Antwort: "Ich bin Mensch, Maler, Zeichner, Steinhauer, Erfinder, Musiker, Dichter, autodidaktischer Innenarchitekt, Dekorateur und Steinjuwelier ...und am Ende alles und nichts, so wie meine Steine - wieder Staub."
Mehr über den Künstler und seine Werke.
Tindari wird täglich von Gläubigen sowie geschichtsbegeisterten Menschen besucht. Einmal im Jahr findet jedoch ein großes Fest zu Ehren der schwarzen Madonna statt. Für die Sizilianer ist der Weg nach Tindari so bedeutsam wie für viele andere Christen der Jakobsweg. Dementsprechend ist an dem Tag der ganze Berg voller Pilger die aus ganz Sizilien anreisen. Nicht wenige legen weite Strecken zu Fuß zurück um der Madonna zu Ehren ein Fest zu feiern.
Weiter zum Fest.















