Phönix am Strand.

Phönix der zweite von Klingbach war ein sehr umgänglicher Weggefährte. Eine treue Seele. Immer für einen da, verspielt, verschmust und hilfsbereit. Vor ein paar Monaten strotzte Phönix noch vor Kraft und Tatendrang. Gute 30.000 Kilometer begleitete er Christian auf seinen Wegen und Abenteuern. Phönix wollte immer mithelfen, beim Tragen von Gepäck, beim Ziehen des Fahrrad-Wohnwagens von Deutschland nach Sizilien, beim Umgraben des Gartens... Der beste Freund und Helfer. - Immer treu & loyal. Hunderten Kindern half er als ausgebildeter Therapiehund, er nahm ihnen die Angst vor großen schwarzen Hunden, begleitete sie auf Spaziergängen, ließ sie sich austoben in herzlichen Spielen, brachte sie sanft zur Ruhe und steigerte so das Wohlbefinden der ganzen Familie. Auch einige Eltern und viele Menschen in seinem Umfeld gewannen einen völlig neuen, echten & positiven Eindruck vom Wesen des Dobermanns. Seine Hingabe und Leistungsbereitschaft kannte keine Grenzen - bis zum Ende war er aufmerksam für andere da.

Phönix führt die Eseldame Regina, auf unserem Ausflug mit Kindern zum Strand.

Vielen Hunden war er außerdem ein gutes Vorbild, bis hin zu liebevollem großen Bruder.

Phoenix mit Tiny Sammy und Balu am einsamen Strand.

Er genoß das Leben im Naturparadies in vollen Zügen. ...Bis eine Wunde an der Pfote nicht heilen wollte...

Phoenix mit Wundverband um Pfote nach Operation.

Alle Heilmittel und Behandlungsmethoden über Wochen halfen nichts, die Wunde wurde immer größer, sein Fieber stieg.

So brachten wir ihn zu einem der besten Tierärzte der Region und dieser nahm eine Operation vor, ein großer Zeh musste ab.

Im Anschluss heilte die Pfote gut. Schon bald sprang er wieder vergnügt durch die Gegend wie ein Känguruh,

und buddelte Löcher wie ein Maulwurf. Christian vermutete schon früher seine Eltern wären statt Dobermann & Frau, Maulwurf-Vater und Känguruh-Mutter.

Der Tierarzt staunte ohnehin von Anfang an über seinen muskolösen Körperbau. Der fitteste Hund der ihm je begegnet ist - und das mit acht Jahren.

"Der lebt gut und gerne weitere acht Jahre!"

 

...Doch wenige Wochen später fraß er nichts mehr und atmete schwer.

Sieben Tage nahm Phönix keine Nahrung zu sich. Kein Hundefutter, keine Nudeln mit hausgemachter Tomatensoße, kein Reis mit sizilianischen Würsten, kein Fleisch frisch vom Bauern - nicht einmal seine geliebten Kauknochen aus Kuhhaut rührte er an. Am Ende war er selbst nur noch Haut und Knochen.

Phönix liegt im sterben.

Die Untersuchung ergab Lungenkrebs, der Arzt gab ihm noch drei Tage. Tatsächlich verschlechterte sich sein Zustand in den folgenden zwei Tagen so sehr, dass der Arzt mit der Todesspritze am dritten Tag bereits auf dem Weg war. - Doch Phönix wollte Christian noch nicht alleine zurück lassen. Als dieser vor Kummer selbst mit Magenschmerzen an einem Stück trockenem Brot kaute und auf den letzten Tierarztbesuch wartend tief einatmete, sah Phönix auf, Christian in die Augen, auf das Stück Brot und wieder, etwas lebendiger, intensiver Augenkontakt. Christian verstand, gab ihm das Brot und Phönix kaute es langsam, schwer schluckend, worauf Christian ihm frisch gekochte Reismilch mit Babybrei und Naturmedizin aus der Flasche zu trinken gab.

Phoenix trinkt Medizin und Reismilch mit Babybrei aus der Flasche.

Anschließend trottete Phönix langsam vom Garten auf den Feldweg und von dort nach einem Blick zu Christian, der ihm langsam folgte, auf die Straße - und Schritt für Schritt bis nach Tindari. - Auf dem Weg rief Christian den Tierarzt an. "Heute nicht, vielleicht morgen. Auf Wiedersehn." Mehr brachte er nicht heraus. - Phönix schenkte Christian noch diesen letzten Spaziergang bis zum Ausblick auf das Meer. Im Schatten stehend ruhte er sich aus, schwankend - liegend bekommt er schlechter Luft. - Phönix zehrte noch von den Muskeln die er sich auf seinen langen Reisen antrainiert hatte.

Phönix ruht sich nach seinem letzten Spaziergang mit Meerblick im Schatten eines Olivenbaumes aus.

Bei Pane e Vino (Restaurant von Freunden) hatte er zuvor sogar noch einmal vier kleine saftige Stücke Fleisch gegessen. - Mit einer Wonne nahm er diese letzte "Henkersmahlzeit" zu sich. Einen Knochen aß er zudem Stück für Stück - seine Zähne waren noch makellos, sein Gebiß kräftig, nur das Schlucken fiel ihm schwer, zeitweise bekam er keine Luft und fiel fast um.

Normalerweise genoss er dort so viel frisches und bestes Fleisch, dass die Leute, die dort zu essen gingen, sagten: "Ich will das selbe wie der nette Hund hier!"

- Am Ende trank er nicht einmal mehr von selbst, doch die Ricotta & Reismilch-Babybrei Mischung schluckte er gern aus der Flasche und leckte sich anschließend bedächtig die Lefzen.

...Wenn Christian eine wichtige Besorgung, etwa bei der Apotheke, erledigen musste blickte Phönix ihm traurig nach. "Ich bin bald wieder da. Machs gut!" - Freudig begrüßte er ihn dann, zwar kraftlos, doch wahrlich lächelnd und mit leichtem Rutenwedeln. Beide waren sie jedes Mal heilfroh sich noch einmal wieder zu sehen. Viele Stunden verbrachten sie in den letzten Tagen nebeneinander liegend. Christian richtete Phönix die Grüße und Genesungswünsche seiner Freunde aus ganz Europa aus und erzählte ihm von den gemeinsamen Abenteuern, wie schön es miteinander war und wie sehr er ihn lieb habe. Phönix lauschte müde doch zugleich aufmerksam. Stockte Christian für einen Moment so blickte Phönix zu ihm und schmiegte sich näher an.

Letzte Streicheleinheit für Phönix - dessen Seele bereits seinen Körper verlassen hat.

Als Christian gerade mit den Gedanken woanders war kam Phönix zu ihm, holte sich eine Streicheleinheit, sah Christian noch einmal in die Augen und legte sich anschließend zu seinen Füßen und hörte auf zu atmen. - Er kam direkt um sich zu verabschieden! Unglaublich starke Hingabe bis zum Schluss.

 

Vier Jahre zuvor, als die beiden auf dem Abenteuerberg ankamen, war der Garten ein wilder Dschungel, in schweißtreibender Handarbeit, d.h. Christian mit einer Hacke und Phönix mit zwei Pfoten, legten sie das Feld am Fuße ihres Berges in zwei Wochen wieder frei. Mit einer Motorsense wäre es wohl in zwei Stunden gegangen, doch dann hätte eine wenige Zentimeter kleine Pflanze sicher nicht überlebt. - Auch mit der Hacke hätte Christian beinahe das Pflänzchen entwurzelt, im letzten Moment hielt er inne, verschnaufte und sah sich das Pflänzlein näher an. "Du darfst hier gerne weiter leben und tiefer deine Wurzeln schlagen." meinte er. Dankbar entwickelte sich der kleine Stengel zu einem blühenden kleinen Nussbäumchen. - Er keimte zur gleichen Zeit wie unser Abenteuerleben auf der sonnigen Insel begann.

Phönix vor dem kleinen Nussbaum.

Unter diesem Nussbaum liegt Phönix nun mit seinem letzten Kauknochen und einer Orange.

Phönix liegt friedlich schlafend unter dem kleinen Nussbaum.

Friedlich schläft er neben seinem Kauknochen und seiner letzten Orange - mit unseren Orangen hat er stets gerne gespielt. Schon in der Früh kam er aus dem Garten -fröhlich grinsend- zu einem mit einer Orange im Maul, dann ließ er sie neben einem nieder und sah dich mit großen Augen an. "Wirf sie oder kick sie!" gab er zu verstehen - und dann suchte er sie mit einer Begeisterung zwischen den anderen Orangen die vom Baum fallen. Er wusste genau welche er ausgewählt hatte. - Auch Fußball spielte er gern mit ihnen und uns. Ihn auszutribbeln war quasi unmöglich. Und nach dem Spiel futterte er dann genüßlich seine Trophäe. Manchmal hielt er sie zwischen den Pfoten und schälte sie, manchmal aß er sie ganz. - Sind ja biologisch wertvoll voller Vitamine, auch die Schale.

 

Am Ende begann er sogar noch selbst sein Grab zu budeln. Unter dem Nussbaum. In ein paar Jahren können wir dann seine Nüsse essen. Und ihm zu ehren danken.

Das Grab von Phönix mit Blick auf den Abenteuerberg.

 

Am Abend des Todestages (6.6.14) wanderte Christian noch einmal nach Tindari zum versteckten Fuchsschwanz Weg und dem Aussichtsfelsen auf den heiligen Strand, wo er wenige Tage zuvor noch mit Phönix zusammen saß. Er dachte an die vielen schönen Momente zusammen und an die Abenteuer dier er auch dank seinem besten Weggefährten stets gut überstanden hatte. "Möge deine Seele frei fliegen!" raunte er, da flog plötzlich eine Eule zu ihm und wollte sich gar auf seine Schulter setzen! Ein Zeichen? ...Möge Phönix frei fliegen, prächtiger und stärker als je zuvor...

...

Ein erstes kurzes Wiedersehen gab es eine Woche nach seinem Tode. Nach einer weiteren langen Nachtwache am Grab begab sich Christian mit Sonnenaufgang doch noch ins Zelt gleich daneben und schlummerte auch sofort ein. In seinem Traum saß er weiter am Grab, da gesellte sich plötzlich Phönix zu ihm, stellte sich neben ihn und lächelte sein sympatisches Lächeln. "Aber du bist doch gegangen!" meinte Christian - "Ich bin immer noch bei dir." gab Phönix zu verstehen. - Solche Träume können sich gerne wiederholen. Was daran ist werden wir sehen wenn es soweit ist.

 

Phönix und Christiain am Strand von Mongiove beim genießen des Sonnenuntergangs.

Die meiste Zeit seines Lebens konnte Phönix sich ohne Leine frei bewegen, auch wenn der Gesetzgeber Leinen- und Maulkorbpflicht für alle Hunde eingeführt hat - und Hunde an Stränden und vielen anderen Orten verbat. - Dabei haben Hunde sogar schon Menschenleben im Wasser gerettet. - Immerhin, Phönix wurde an der Leine am Strand akzeptiert. ...Doch am liebsten waren wir ohnehin am einsamen Strand. FREI.

 

Sonnenuntergang am einsamen Strand (Mai/Juni 2013)

 

Bereits jetzt mehr vom einsamen Strand und Ausflügen in der Region - in unserer virtuellen Insel Rundreise.

Weitere Bilder, Videos und Berichte aus dem Abenteuerleben von Phönix folgen.

 

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Noch etwas zur Zukunft unseres Planeten:

Mit der Kraft der Sonne frei & sauber leben.

 

Scientific American ist ein wissenschaftliches Magazin, das älteste und angesehenste Amerikas. Zahlreiche bekannte Wissenschaftler wie etwa Albert Einstein schrieben darin ihre Artikel in den letzten 168 Jahren. In folgendem Beitrag geht es um die Chance mit Wind, Wasser und Sonnenenergie die ganze Welt zu versorgen.